Advent heisst Ankunft und meint das Andere, das da ist und das Andere das kommt, die Ankunft, die wir sehen können und die Ankunft die wir erwarten. Höhere Aufmerksamkeit für das, was da ist, und gespannte, aufmerksame Erwartung für das, was kommt.
Dadurch dass wir den Advent auf unsere Zukunft hin feiern, ist er kein Alltagstrott, sondern Ankunft von etwas Neuem. Gott hat einen Spross aufspriessen lassen, durch den Recht und Gerechtigkeit aufscheint im Land.Wer den Blick nicht hebt und auf das Licht schaut, das uns entgegenkommt, dem fehlt das, was die erste Frucht des Advents ist: Vertrauen.
Wer diese Welt nur so sieht, wie sie sich zeigt, wird nicht entdecken, was Neues möglich ist, weil er statt Vertrauen in Gott nur den Alltagstrott kennt, das misstrauisch beäugt, was Neues kommt. Oftmals auch bei Christen etwas Neues im Alltagstrott kann und soll das Gebet sein.
Ihr Pfarrer
Thomas Jäger